XML-Grundlagen (1)

Was ist XML?

XML ist die Abkürzung für Extensible Markup Language, eine inzwischen weitverbreitete standardisierte Sprache, mit der sich Texte und andere Daten auf einfache Weise beschreiben lassen. In XML dargestellte Texte und Daten sind für Mensch und Maschine leicht lesbar. Daten im XML-Format können über verschiedene Plattformen, Sprachen und Anwendungen hinweg ausgetauscht und mit einer Vielzahl von Entwicklungswerkzeugen genutzt werden. XML dient vor allem

  • dem Management, Austausch von Daten
  • der Darstellung von Daten
  • der Organisation, Strukturierung von Daten

Eigene
Strukturierung
von Daten

XML ist eigentlich keine eigene Sprache, sondern ein Standard zur eigenen Gestaltung von Sprachen, welche den XML-Kriterien entsprechen. XML beschreibt eine Syntax, die man zur Gestaltung seiner eigenen Sprache benutzt. Beispielsweise können die Daten eines Namens als Textdatei dargestellt werden:

Max Muster

oder als HTML-Datei:

<HTML>
<HEAD><TITLE>Name</TITLE></HEAD>
<BODY> <p>Max Muster</p>
</BODY>
</HTML>

Ein entsprechendes XML-File sieht wie folgt aus:

<name>
<vorname>Max</vorname>
<zuname>Muster</zuname>
</name>

Auszeichnungssprachen wie SGML und XML sind selbstbeschreibend; d. h. man kann aus den Daten erkennen, was beschrieben wird (hier: ein Name).

Warum
Extensible?

Bezüglich der Strukturierung von Daten hat man alle Freiheiten - man kann sich den jeweiligen Anforderungen exakt anpassen. Es gibt allerdings standardisierte Vokabularien wie z. B.:

  • SVG (= Scalable Vector Graphics): zur Darstellung zweidimensionaler Grafiken
  • MathML: speziell für die Mathematik
  • XHTML: Nachfolger von HTML zur Darstellung von Webseiten