Datendarstellung - Text oder binär

 

Computer können Text- und Binärdateien lesen.

Binärdateien

Eine Binärdatei ist eine Abfolge von Bits (0 und 1). Die jeweilige Anwendung (z. B. Microsoft Word), mit welcher die Binärdatei erstellt wurde, interpretiert die Bits. Jede Anwendung stellt die Daten in ihrem eigenen Binärformat dar; beispielsweise dienen eigene Binärcodes dazu, einen Text fett, kursiv etc. auszuzeichnen. Diese Auszeichnungselemente in Form von Binärcodes stellen Metadaten (= Information über Information) dar.

Die unterschiedlichen Dateitypen benutzen unterschiedliche Metadaten.

  • So hat eine Tabellenkalkulationsdatei (z. B. *.xls) andere Metadaten als ein Textdokument (z. B. *.doc);
  • selbst Textdokumente von verschiedenen Programmen für Textverarbeitung (z. B. WordPerfect und Microsoft Word) haben unterschiedliche Metadaten. Es gibt eigene Übersetzungsprogramme, um z. B. ein WordPerfect-Dokument in Microsoft Word zu öffnen.

Der Vorteil von Binärdateien liegt in ihrer leichten Verständlichkeit für den Computer, was eine schnelle, effiziente Verarbeitung ermöglicht. Der Nachteil ist, dass Binärdateien anwendungsspezifisch sind. Mit verschiedenen Anwendungen erstellte Daten können mitunter nicht ausgetauscht werden - z. B. kann ein Textverarbeitungsprogramm eine Tabellenkalkulationsdatei nicht ohne weiteres öffnen.

Textdateien

Textdateien sind auch Abfolgen von Bits, jedoch sind diese Bits auf eine standardisierte Art und Weise gruppiert. Die Gruppen von Bits stellen immer Zahlen dar, wobei diese Zahlen auch als Zeichen dargestellt werden können. So stellt z. B. die Bit-Abfolge 1100001 die Zahl 97 dar, welche wiederum als der Buchstabe "a" interpretiert wird.

Da Textdateien standardisierte Darstellungen sind, können sie von vielen Anwendungen gelesen werden; auch der Mensch kann sie mithilfe eines einfachen Texteditors interpretieren. Textdateien können mit verschiedenen Programmen - z. B. WordPad, Notepad, Microsoft Word - erstellt werden. Textdateien können von einer Vielzahl von Programmen gelesen werden (z. B. Internet Explorer, Netscape Navigator, Frontpage, Microsoft Word).

Der Vorteil der universellen Lesbarkeit prädestiniert Textdateien für das Internet mit Anwendungen wie E-Mail, World Wide Web oder Newsgroups. Der Nachteil von Textdateien ist die fehlende Formatierung, d. h. es können keine Informationen über die Daten (= Metadaten) hinzufügt werden.