Rechnernetzwerke bilden das Internet

Die Komponenten
des Internets

Das Wort Internet ist ein Kunstwort aus dem Englischen und heißt so viel wie "internationales Netzwerk". Dieses internationale Netzwerk ist ein loser Verbund aus Computern und Computernetzwerken, welches den Computern und darauf ablaufenden Programmen erlaubt miteinander zu kommunizieren.

Was ist ein
Rechnernetzwerk?

Die Literatur äußert sich hierzu leider nicht ganz klar. Tanenbaum (2003) definiert Rechnernetze wie folgt:

"Der Begriff Rechnernetze wird für mehrere miteinander verbundene autonome Computer verwendet. Zwei Computer gelten als miteinander verbunden, wenn sie Informationen austauschen können. Die Verbindung muss nicht aus einem Kupferkabel bestehen - es können auch Lichtwellenleiter, Mikrowellen oder Kommunikationssatelliten benutzt werden. Die Vorgabe, dass die Computer autonom sein müssen, schließt Systeme, bei denen ein eindeutiges Master/Slave-Verhältnis herrscht, von vornherein aus unserer Definition aus. Kann ein Computer einen anderen beliebig ein- oder ausschalten oder steuern, besteht keine Unabhängigkeit. Ein System mit einer Steuereinheit als Master und vielen Slaves ist kein Netz, ebenso wenig wie ein Großrechner mit entfernten Druckern und Terminals."

Sinn und Zweck von Rechnernetzwerken

Die Vernetzung von Computern ermöglicht die Nutzung aller im Netz vorhandenen Ressourcen (resource sharing). Unterschiedliche Hardware, Programme und Daten, seien es Texte, Grafiken, Datenbanken können von allen Netzteilnehmern gemeinsam, unabhängig vom jeweiligen Standort, genutzt werden.

Einige Beispiele:

  • Um bestimmte wissenschaftliche Probleme mithilfe von Computern zu lösen, sind oft Rechner mit sehr großer Rechenleistung und spezielle Programme erforderlich. Diese Ausstattungen sind teuer und können nicht für jede Einrichtung einzeln beschafft werden. Über ein Rechnernetz ist es nun möglich, dass ein Wissenschaftler von seinem Arbeitsplatz aus jederzeit Zugang zu solchen Großrechnern hat.
  • In wissenschaftlichen Einrichtungen müssen manchmal sehr komplexe Berechnungen durchgeführt werden, die auf den dortigen Rechenanlagen Tage dauern würden. Solche Rechenaufgaben werden an einen - unter Umständen sehr weit entfernten - Supercomputer geschickt, der schon innerhalb weniger Stunden die Ergebnisse zurückübermittelt.

Internet als
aktives Medium

Inzwischen wird das Internet ebenso für Wirtschaft, Unterhaltung, Information und privaten Austausch genutzt. Über Provider erhalten auch Firmen und Privatpersonen Zugang zum Internet und können gegen relativ geringe Gebühren von den Möglichkeiten vernetzter Rechenanlagen profitieren. Grundsätzlich kann auch jede/r dazu beitragen, dass das Internet immer attraktiver wird.

Fernsehen ist ein Medium, das man nur passiv aufnehmen kann - Im Internet sind die Teilnehmer diejenigen, die das Programm machen. Zu den "Ressourcen" des Internets zählen also nicht nur die Großrechner, Datenbestände und Kommunikationsverbindungen.

Literatur

  • Tanenbaum, Andrew S. (2003) Computernetzwerke. München: Pearson Studium